Altlack lackieren – Anleitung und Produkte
RATGEBER
Du möchtest selbst auf Altlack lackieren und am Ende soll es glatt und stabil sein? Dann gibt es genau eine Sache, die du zuerst wissen musst: Ist der Altlack tragfähig – ja oder nein? Denn wenn du einfach drüberlackierst und der Untergrund lösemittelempfindlich ist, kann dir der komplette Aufbau anlösen, aufkräuseln oder reißen.
Inhalt:
- Videoanleitung – Altlack selbst grundieren und lackieren
- Passende Produkte zum Altlack lackieren mit Sprühdose
- Passende Produkte zum Altlack lackieren mit Lackierpistole
- Altlack lackieren als PDF-Download
- Altlack lackieren als Schritt-für-Schritt Anleitung
- Tipps von unserem Lackiermeister zur Altlack Lackierung
- Passendes Zubehör um Altlack zu lackieren
- Deine Vorteile bei der Altlack Lackierung
- FAQs – Häufig gestellte Fragen zur Altlack Lackierung
Schwierigkeitsgrad: Leicht.
Dauer: Mittlerer Zeitaufwand.
Materialien: Nitroverdünnung, Reinigungstücher, Schleifpapier, Produkte zur Lackierung auf Altlack.

Autor: Friedrich Mocker, LACKSTORE
Aktualisiert: 22.01.2026
Das wichtigste in Kürze, um Altlack zu lackieren:
- Tragfähigkeit testen: Mit einem Lösemitteltest (Nitroverdünnung + 5 Minuten einwirken lassen).
- Besteht der Lack den Test: Dann kannst du wie gewohnt arbeiten: anschleifen, Übergänge reinschleifen, spachteln, grundieren.
- Besteht der Lack den Test nicht: Sicherste Lösung: runterschleifen. Alternative (wenn Schleifen schwierig ist): 2K Epoxy-Grundierung, die kritische Untergründe gut isoliert und relativ lösemittelarm ist.
- Tipp: Chemisches Entfernen (wie Abbeizer) macht oft mehr Probleme als es löst.
1. Videoanleitung – Altlack selbst grundieren und lackieren
Im Video zeigen wir die, wie du den Nitro-Lösemitteltest als Stresstest machst, was „tragfähig“ wirklich bedeutet, wie du bei nicht tragfähigem Altlack mit 2K Epoxy sicher weiter aufbaust und wie du bei Originallack smart nur Teilbereiche grundierst, damit später der Farbton sauber passt.
👉 Schau dir die Methoden an und mach es genau so – danach weißt du glasklar, wie du am besten lackieren kannst.
2. Passende Produkte zum Altlack lackieren mit Sprühdose
Für eine einfache und schnelle Grundierung mit der Sprühdose empfehlen wir dir folgende Produkte:
-
2K Epoxy-Grundierung:
Wenn dein Altlack nicht lösemittelbeständig ist und du nicht komplett runter schleifen kannst/willst: 2K Epoxy ist die „besondere Grundierung“, die kritische Untergründe isoliert – wenn sie in ausreichender Schichtstärke aufgetragen wird. -
Etch Füller:
Bei tragfähigem Untergrund wird als ideale Sprühdosen-Option der Etch Füller verwendet, weil er schön schichtstark ist.
3. Passende Produkte zum Altlack lackieren mit Lackierpistole
Für großflächige Grundierungen mit der Lackierpistole empfehlen wir dir diese Produkte:
-
2K Epoxidharz-Grundierungen:
Auch für die Lackierpistole gilt: Bei nicht tragfähigem Altlack ist 2K Epoxy das Mittel der Wahl, weil hier chemische Vernetzung stattfindet und du eine stabile, isolierende Schicht bekommst, auf der du weiterarbeiten kannst.
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2K Grundierfüller:
Wenn der Untergrund tragfähig ist hast du die freie Auswahl – auch ein 2K Acryl Grundierfüller ist möglich.
4. Altlack lackieren als PDF-Download
Wie lackierst du welches Material? Mit unserer Übersicht zum Lackieren hast du alle Informationen immer zur Hand. Downloade jetzt gratis die PDF-Datei!
5. Altlack lackieren als Schritt-für-Schritt Anleitung
Entscheide dich für eine Grundierung mit Sprühdose oder Lackierpistole und mach deinen Altlack bereit für eine neue Lackierung, die richtig hält und gut aussieht.
Schritt 1: Tragfähigkeit durch Lösemitteltest prüfen
-
Nitroverdünnung vorbereiten
Nimm möglichst neue und scharfe Nitroverdünnung. -
Tuch tränken & auflegen
Tränke ein Tuch, leg es 5 Minuten auf die Oberfläche und schau, was passiert. -
Ergebnis bewerten
Nicht tragfähig: Tuch voll Lack, Untergrund lässt sich verwischen → der Lack kann keine Lösemittel ab.
Tragfähig: Nichts passiert → hält auch alles andere aus.
Variante 1: Altlack ist NICHT tragfähig
Sicherste Lösung: Runterschleifen
Runterschleifen ist die sicherste Möglichkeit. Und ja: solche Lacke schleifen sich oft abartig schlecht, Papier setzt sich zu – aber es bleibt meist der beste Weg.
Alternative: 2K Epoxy isolierend aufbauen
Wenn Schleifen wegen Bauform oder ähnlichem nicht sauber geht: 2K Epoxy in ausreichender Schichtstärke isoliert den kritischen Untergrund.
Ziel: Stabile Schicht, durch die keine Lösemittel aus späteren Schichten durchdringen
Unser Tipp: Wenn dein Test „nicht tragfähig“ sagt: Geh den sicheren Weg – schleifen oder 2K Epoxy. Alles andere ist Glücksspiel.
Variante 2: Altlack ist tragfähig
-
Schäden anschleifen & Übergänge einarbeiten
Ganz normal arbeiten: Übergänge reinschleifen, bei Bedarf spachteln, dann grundieren. -
Smart grundieren: nur da, wo du es brauchst
Du musst nicht immer vollflächig grundieren. In unserem Video grundieren wir nur den Schadensbereich, damit später beim Lackieren ein Übergang gemacht werden kann und die Kante nicht mitlackiert werden muss (weniger Risiko für Farbunterschiede).
Unser Tipp: Grundiere gezielt – so bekommst du später ein harmonisches Ergebnis ohne unnötige Kanten.
6. Tipps von unserem Lackiermeister zur Altlack Lackierung
-
Der Lösemitteltest ist brutal – und genau deshalb genial
Wenn ein Lack 5 Minuten Nitroverdünnung aushält, hält er auch den Rest aus. Damit ersparst du dir böse Überraschungen im Lackaufbau. -
Abbeizer & Chemie: lieber Finger weg lassen
Chemisches Entfernen macht oft mehr Probleme, als man haben möchte. -
1K-Decklacke sind die typische Fehlerquelle
Wenn in einem Aufbau ein 1K Klarlack/1K Decklack steckt und du später nochmal drüber willst, kann der neue Lack den alten anlösen und Schäden verursachen. Mit 2K ist das weniger kritisch.
7. Passendes Zubehör um Altlack zu lackieren
- Nitroverdünnung
- Silikonentferner
- Reinigungstücher
- Schleifmaschinen
- Schleifscheiben für Schleifmaschinen
- Schleifpapier
- Lackierpistole
- Mischbecher
8. Deine Vorteile bei der Altlack Lackierung
- Der Lösemitteltest macht aus „Vielleicht“ ein klares „Ja/Nein“ – und genau das macht deinen Lackjob zuverlässig.
- Mit 2K Epoxy bekommst du eine Schicht, die isoliert und stabil bleibt – die Basis, auf der du entspannt weitermachen kannst.
- Gezieltes Grundieren, saubere Übergänge, keine unnötigen Farbkantenthemen – das spart Stress beim finalen Lackieren.
9. FAQs – Häufig gestellte Fragen zur Altlack Lackierung
-
Woran erkenne ich, ob Altlack tragfähig ist?
Mit dem Lösemitteltest: Nitroverdünnung auf ein Tuch, 5 Minuten auflegen. Wenn sich Lack löst/verschmiert, ist er nicht tragfähig. -
Was mache ich, wenn der Altlack nicht tragfähig ist?
Entweder runterschleifen (sehr sicher) oder, wenn das nicht gut geht, mit 2K Epoxy-Grundierung in ausreichender Schichtstärke isolieren. -
Kann ich auf Originallack einfach drüber grundieren?
Originallack ist in der Regel tragfähig. Du kannst dann wie gewohnt anschleifen, Übergänge machen, spachteln und grundieren. -
Muss ich immer das ganze Bauteil vollflächig grundieren?
Nein. Du kannst auch nur den Schadbereich grundieren, um später den Farbton sauber einlaufen zu lassen und Kanten/Farbunterschiede zu vermeiden. -
Warum gilt 1K im Aufbau als riskanter?
Bei 1K-Decklacken kann ein späterer Auftrag den alten Lack wieder anlösen, dann drohen Schäden. Mit 2K ist das weniger problematisch.
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